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ZEICHEN, SYMBOL, SYNTAX
Elena Strada, Lucio Perna, Antonio Pizzolante

Vom 26. Juni – 29. Juni 2010
Öffnungszeiten:  Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag und Feiertage  10.00 - 12.00 /  15.00 - 19.00 Uhr.
Eintritt: € 2.60, ermäßigt € 1.60

Eröffnung: Sonntag, 3. Juli 2010 um 18.00 Uhr
 

aa 

Pressemitteilung

Das Museo Civico in Maccagno setzt die Zusammenarbeit mit der Galerie Errepiarte (Mantua) fort.
Diese Initiative startete im Jahr 2009 aus Anlass des Literaturfestivals, das alljährlich Anfang September
in Mantua stattfindet.
Im Jahr 2009 hatte das Civico Museo von Maccagno dort – unter Schirmherrschaft der Provinz und der
Gemeinde Mantua – die Schau “Allegorien der Schrift” präsentiert, die sehr gut aufgenommen wurde
und eine wichtige Erfahrung in der Kooperation darstellte.
Die Ausstellung des Jahres 2010 mit dem Titel “Zeichen, Symbol, Syntax” zeigt Arbeiten von drei
zeitgenössischen Künstlern der Lombardei: Elena Strada, Lucio Perna und Antonio Pizzolante.
Die Schau, die unter Schirmherrschaft der Region Lombardei, der Gemeinde Maccagno, der Provinz
Varese, der Gemeinde und der Provinz Mantua steht, wird vom 26. Juni bis 29. August im Civico Museo
in Maccagno gezeigt und wandert dann nach Mantua (Eröffnung am 4. September, Ausstellungsdauer
bis 3. Oktober 2010).

Die Ausstellung “Zeichen, Symbol, Syntax” knüpft an die vorausgehenden Initiativen an, die das Civico
Museo von Maccagno in dem Ausstellungszyklus unter dem Titel “Metaphern“ der Untersuchung
zeitgenössischer Bildsprachen und Ausdrucksformen gewidmet hatte. Gleichzeitig – im Kontext des
Literaturfestivals der Stadt Mantua – nimmt sie Bezug auf das Wort, den Dialog, die Menschheit, die aus
dem Zeichen, dem Ursprung aller Kommunikation, die Syntax des menschlichen Zusammenlebens
entwickelt.

Die drei Künstlerpersönlichkeiten Elena Strada, Lucio Perna und Antonio Pizzolante interpretieren das
Konzept der Ausstellung ganz unterschiedlich. So entsteht in der Dialektik und der Wechselwirkung der
Werke eine besondere Dynamik und bietet dem Betrachter Anlass zur Reflexion.
Die spontanen Zeichen von Elena Strada erinnern an ursprüngliche Felszeichnungen, Spuren in Stein
geritzter Worte. Sie gräbt in der Vergangenheit und entdeckt ein feines Geflecht von Adern oder eine
Partitur der Gefühle.
 

Antonio Pizzolante
Muroalto
2010

Antonio Pizzolante
Visioni Urbane
2010

Die Vision von Lucio Perna ist der Blick auf das Unendliche, eine Landkarte auf der Suche nach dem
existentiellen Raum, Symbol für zurückgelegte Wegstrecke, Erinnerung und Einfühlung. Ein Pergament
als Vorläufer des persönlichen Tagebuchs.
Die zusammengesetzten Strukturen von Antonio Pizzolante schließen die Zeit in sich ein: Wurzeln,
Ablagerungen, Reliquien.
An der Oberfläche weht der Geist der Gegenwart, doch darunter brechen Stimmen aus alter Zeit hervor,
die von heiliger Erde, bescheidenen Menschen, Chören und heiligen Gesängen künden.

Elena Strada wurde 1967 in Mailand geboren. Sie besucht die Kunstakademie Brera in Mailand und
erwirbt 1989 ihr Diplom. Im selben Jahr nimmt sie an einer Gruppenausstellung in Parma teil. Sie hat
1994 in Modena ihre erste Einzelausstellung und stellt seitdem in privaten Galerien und öffentlichen
Institutionen auch im Ausland aus (2005 in Challans, Frankreich). Sie nimmt regelmäßig an Themenund
Gruppenausstellungen auch in internationalem Rahmen teil (Ravensburg in Deutschland, Bled in
Slowenien) und wird zu Wettbewerben und Preisverleihungen in Italien eingeladen. Elena Strada lebt
und arbeitet in Saronno in der Provinz Varese.

Lucio Perna wurde 1946 in Palmi (Provinz Reggio Calabria) geboren. Ende der sechziger Jahre zieht
er nach Mailand, verkehrt dort in Künstlerkreisen und besucht Weiterbildungskurse in Maltechnik. Seine
erste Einzelausstellung richtet er 1993 in Mailand aus. Es folgen zahlreiche Einzel-, Gruppen- und
Themenausstellungen, die Teilnahme an Wettbewerben und Preisverleihungen in öffentlichen
Institutionen und Privatgalerien vor allem in Italien. Lucio Perna lebt und arbeitet in Mailand.

Antontio Pizzolante wurde 1958 in Castrignano del Capo (Provinz Lecce) geboren. Er studiert
Bühnenbild an der Kunstakademie von Lecce. Ende der achtziger Jahre zieht er nach Laveno, wo er
Kunst am Gymnasium unterrichtet. Seine erste Einzelausstellung hat er 1977 in der Schweiz. Es folgen
zahlreiche Ausstellungen in privaten Galerien und öffentlichen Institutionen. Auf Einladung beteiligt er
sich an Künstlertreffen, Gruppenausstellungen, Preisverleihungen und Wettbewerben in privaten und
öffentlichen Stätten, auch in internationalem Rahmen (Caen und Paris in Frankreich, Bad Vöslau in
Österreich, Castell d’Aro, Santa Pau, Santa Susanna und Saragossa in Spanien, Magliaso in der
Schweiz). 2005 wird er – neben anderen – auf der 1. Kunstbiennale von Ankara (Türkei) ausgezeichnet.
Antonio Pizzolante lebt und arbeitet in Laveno (Provinz Varese).

Für die Ausstellung in Maccagno wurden fünfundvierzig Werke ausgewählt; aus räumlichen Gründen
fällt die Auswahl in Mantua etwas bescheidener aus.
Claudio Rizzi ist Kurator der Schau, die im Kontext eines Projektes zur zeitgenössischen Bildsprache
steht: gebunden an die malerische Tradition, doch mittlerweile frei von narrativen Inhalten, sondern
Ausdruck einer poetischen und thematischen Innenwelt, die den Dialog mit dem Betrachter sucht.