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Vom 26.
Juli
– 20. September 2009
Öffnungszeiten: Freitag,
Samstag, Sonntag und Feiertage 10.00 - 12.00 / 15.00 - 19.00
Uhr.
Eintritt: €
2.60, ermäßigt € 1.60
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Pressemitteilung
Der Ausstellungskalender des Civico Museo in
Maccagno widmet sich – nach diversen Themen- und Gruppenausstellungen - nun
wieder einzelnen zeitgenössischen Künstlern der Region. Präsentiert wird diesmal
eine Einzelausstellung mit Werken von Paolo Schiavocampo.
Schiavocampo wurde 1924 in Palermo geboren und studierte zunächst Architektur in
Rom und Mailand. Er wechselte zur Bildenden Kunst in die Malklasse von Guido
Cadorin an die Akademie von Venedig und wurde Schüler von Manzù an der Mailänder
Akademie Brera. Sein Debüt gab er 1950 in Rom in der nationalen Ausstellung
junger italienischer Malerei. So beginnt eine erfolgreiche Laufbahn im
internationalen und institutionellen Rahmen mit langen Auslandsaufenthalten:
1964 in New York und Ende der 90er Jahre in Deutschland. Seine malerische
Entwicklung ist zunächst vom Existentiellen Realismus der 50er Jahre geprägt und
wendet sich dann dem Informell zu, in der Abwendung vom Figurativen und der
Spontaneität des Gestus. Im Verein mit Salvatore Scarpitta und Giuseppe Spagnulo
ist er auch lebhaft an den innovatorischen Bestrebungen der 60er und 70er Jahre
beteiligt. Sein persönliches künstlerisches Reifen führt in den 80er Jahren dazu,
dass er sich immer mehr in die eigene Arbeit zurückzieht.
Schiavocampo ist ein Vertreter und ein Zeuge
der künstlerischen Entwicklung in Italien, insbesondere der Lombardei, in der
zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ausgehend von der sozialen Thematik in
realistischer und existentieller Sicht entwickelt er im Lauf der Zeit eine
poetische Vision der geistigen Isolation, der Einsamkeit des Denkenden
angesichts des dröhnenden Lärms der Dinge. Häufig schöpft er aus der antiken
Klassik und den Anfängen der Philosophie. Als Bildhauer ist er sichtlich von
architektonischen Prinzipien inspiriert und entwickelt das Konzept von
Versammlung, Dialog und öffentlicher Debatte im Modell der Agora. Sein Werk
zeugt – auch wo es sich bewusst beschränkt – immer vom Ideal der großen
Entwicklung im öffentlichen Raum, auf der Piazza, am Ort der Begegnung.
Einen Großteil seines Werkes hat Schiavocampo denn auch als Aufträge für
öffentliche Monumente realisiert. Er ist eine komplexe Persönlichkeit und widmet
sich auch der Lektüre und der Musik. In den vielen Jahren seiner Lehrtätigkeit
hat er die Entwicklung zahlreicher junger Künstler begleitet. Noch heute spielt
Schiavocampo eine bedeutende Rolle im künstlerischen Denken unserer Zeit.
Kurator der Ausstellung ist Claudio Rizzi. Sie
wird von Ad Acta koordiniert und steht unter Schirmherrschaft der Region
Lombardei und der Provinz Varese. Die Schau zeigt rund vierzig Gemälde,
ausgehend von den 80er Jahren bis zur konsequenten Weiterführung im jüngsten
Werk.
Bei Silvia Editrice erscheint eigens ein Katalog mit der Abbildung aller
ausgestellten Werke und umfangreichem Apparat, der Leben und Werk des Künstlers
beleuchtet.