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Die
Geschichte des Museums

Die Idee, in Maccagno,
einer kleinen Gemeinde in der Provinz Varese von 2200 Einwohnern, ein Museum zu
gründen, nimmt im Jahr 1977 Gestalt an. Giuseppe Vittorio Parisi, ein Künstler,
der 1915 in Maccagno geboren wurde und seit Jahren als Dozent, Sammler und
Kunsttheoretiker tätig ist, verbringt seinen Urlaub am Lago Maggiore und ist
von der Landschaft fasziniert.
Die noch
intakte Umwelt, das rege Leben durch den zunehmenden Tourismus aus dem Norden,
die Nähe zur Schweiz und die heitere Atmosphäre der See- und Berglandschaft
erwecken in Parisi ein neues Interesse an seinem Heimatort. Er denkt zurück an
die Treffen mit seinem Freund Argan, mit römischen Künstlern und
Kulturschaffenden und an die gemeinsamen Pläne für ein dezentrales
Kulturzentrum, das abseits der städtischen Ballungsgebiete liegen sollte. Fast
glaubt er es selbst nicht, in seinem Heimatdorf den idealen Standort für ein
solches Unternehmen gefunden zu haben. (...) Nach ersten Kontakten mit den
Gemeindevertretern, die das Projekt für machbar halten, konkretisiert Parisi
seinen Vorschlag: Im Einvernehmen mit seiner Frau Wanda Valle stellt er der
Gemeinde seine Kunstsammlung von über zweitausend Werken zur Verfügung. Eine
umfangreiche Sammlung, deren Kernstück die eigene Produktion des Künstlers
bildet, und die um Werke der italienischen Kunst des 20. Jahrhunderts erweitert
wurde. Im Lauf der Zeit gab es einen regen „Austausch“ zwischen den Werken
Parisis und denen seiner Kollegen, ein Austausch, der sich aus persönlichen
Kontakten und aus Freundschaften ergeben hat, die auch für die poetische
Selbstbestimmung Parisis von entscheidender Bedeutung waren.

All das fließt ein in die Schenkung des Ehepaars
Parisi-Valle an die Gemeinde Maccagno, die sich für die Institution der „Stiftung
Parisi-Valle“ einsetzt, deren Gründung 1979 beschlossen wird. 1998 kommen die
Verhandlungen dank der entscheidenden Unterstützung durch die Provinz Varese
zum Abschluss. So entsteht im Lauf von zwanzig Jahren eines der wenigen neu gegründeten
Museen im Italien der Nachkriegszeit.