Die Ausstellungen

Im Himmel, auf der Erde. MURIEL PÉNICAUD Ein fotografisches Universum

@Civico Museo 24. Februar 2026
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Im Himmel, auf der Erde.
MURIEL PÉNICAUD
Ein fotografisches Universum
kuratiert von Federico Crimi

Civico Museo Parisi Valle
Ausstellungseröffnung:
Samstag, 28. März 2026, 17.00 Uhr

Dauer der Ausstellung: bis 28. Juni 2026

In einer Zeit, die von Missverständnissen geprägt ist, wird die Erkundung simultaner zeitgenössischer Welten immer dringlicher.

Zum ersten Mal in seiner kleinen und doch bedeutenden Geschichte zeigt das Civico Museo Parisi Valle diesmal eine monografische Ausstellung, die sich ganz der Fotografie widmet. Die Schau eröffnet dem Publikum einen umfassenden, tiefgründigen und poetischen Blick auf die Wirklichkeit, gesehen mit den Augen der Muriel Pénicaud.

Muriel Pénicaud ist Fotografin, Autorin und engagierte Politikerin. Bereits seit ihrem elften Lebensjahr  fotografiert sie mit Leidenschaft. Ihr humanistischer und poetischer Ansatz ist inspiriert von der Maxime Henri Cartier-Bressons: „Fotografieren bedeutet, Kopf, Auge und Herz auf einen Blickpunkt auszurichten.“ Pénicauds Blick offenbart das Verborgene und erfasst die flüchtigen, poetischen Momente im alltäglichen Leben: ein auffliegender Vogel, ein tiefer Blick, die Bedeutung einer Geste, die Seele der Bäume, Momente der Freiheit im Leben einer Frau zeugen von Pénicauds Suche nach dem Wunderbaren und ihrem sozialen Engagement.

Pénicaud stellt seit 2017 international aus (Paris, Tokio, Peking, Pondicherry, Dakar, Barcelona, Athen u.a.). Ihre erste Monografie, „Matrix of Worlds“ erschien 2024 bei Skira Editions, versehen mit einem Vorwort des Fotografen REZA. Dieser Band befasst sich mit drei Urkräften: Erde, Himmel und Frau, die Grundlagen, die unsere Spezies zum Überleben und zur Regeneration benötigt. Pénicaud ist „Overall Global Winner“ des Julia Margaret Cameron Award 2024 und erhielt internationale Auszeichnungen. Sie stellte im Museum für Fotografie in Saint-Louis (Senegal) aus und nahm 2025 am Indian Photo Festival in Hyderabad teil. Als ehemalige französische Arbeitsministerin, Botschafterin und Managerin engagiert sie sich auch weiterhin für Frauen, junge Menschen und die Künste. Die von ihr gegründete Sakura-Stiftung fördert junge Kunstschaffende, die sich mit sozialen Themen auseinandersetzen.

Die Ausstellung gibt einen umfassenden Einblick in das Werk von Muriel Pénicaud anhand von sechzig Schwarz-Weiß-Aufnahmen, gegliedert in vier Themenkreise: Bäume, Vögel, menschliche Seelen und Landschaften. Schlüssel zur Interpretation ihres Werkes ist das „poetische Wohnen“ des Menschen unter dem Himmel und dank der Früchte der Erde. Die Fotografin nimmt uns mit auf die Suche nach inniger Spiritualität, die in der Verbindung von Himmel und Erde verborgen liegt und in Bäumen, Vögeln und menschlichen Seelen verkörpert ist.

„Muriel Pénicaud hascht nicht nach Sensationen, sondern spürt den poetischen Momenten im Leben nach. Was uns an ihren Bildern so berührt, ist ihr besonderer Blick: Sie durchbricht die gewohnten Grenzen des Wirklichen und hält den Lauf der Zeit für einen Moment an. Die Künstlerin ermöglicht uns, diese Augenblicke anders und klarer wahrzunehmen. Sie lässt uns die außergewöhnliche Kraft des Lebens spüren, die aus flüchtigen Momenten, Freiheit und ungezähmter Eleganz besteht. Wie ein Lichtstrahl erhellt ihr Blick für einen Augenblick die Szene und enthüllt deren verborgene Schönheit (...). Die Porträts der Fotografin zeugen von tiefer Menschlichkeit. Ohne Wertung oder Vorurteile entfaltet die Künstlerin eine große Bandbreite von Emotionen. So kommen wir den Porträtierten sehr nah, ohne jemals ihre Intimität zu verletzen, und bewahren die Würde dieser Augenblicke. (...) Jedes Bild verweist auf eine Geschichte, beleuchtet einen Moment im Leben der Person und hinterfragt unsere Weltsicht. In einer kathartischen Bewegung erkennen wir uns in der Eleganz oder im Alltäglichen dieser Gesten und Blicke wieder, die in uns ein tiefes Gefühl der Zugehörigkeit zur Menschheit wecken.

Auch Pénicauds Vogelbilder lösen starke Gefühle aus: Wir sind überwältigt (...) von den atemberaubenden Lufttänzen der Vögel. Sie wecken in uns Staunen und Bewunderung für die großartige Fähigkeit des Fliegens, sehnlichst begehrt, doch für uns Menschen unerreichbar. Die Vögel schenken uns ein Gefühl von Freiheit; und die Künstlerin lädt uns ein, loszulassen und im Geiste mit ihnen in den Himmel zu steigen.

In den Darstellungen von Muriel Pénicaud ist die Natur allgegenwärtig. Sie wird in allen Empfindungen durchgespielt, die Menschen, Tiere, Pflanzen und die Elemente in uns auslösen. Materie und Form erhalten eine Stimme: die fühlenden Wesen, das langsame Spiel der Wolken am Himmel, selbst der Stein, aus dem die Erde und die Bauten des Menschen geformt sind. Die Bilder der riesigen, imposanten Bäume sind eine Einladung,  in Stille der Stimme der Erde zu lauschen, die – tragisch und gleichzeitig vital - diese hölzernen Monumente seit Urzeiten geformt hat“ (aus: Maria Cristina Madau, Istanti fugaci, in Muriel Pénicaud: Matrix of Worlds, Skira, Paris 2024).

Öffnungszeiten der Ausstellung:

Freitag: 15.00 – 19.00 Uhr
Samstag und Sonntag: 10.00 –12.00 Uhr und 15.00 –19.00 Uhr
Eintritt frei


Poster (zum Vergrößern anklicken)

 


Einige ausgestellte Werke (zum Vergrößern anklicken)

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